Die kommunale Wärmeplanung ist ein strategisches Instrument zur Umsetzung der Wärmewende. Ziel der Wärmeplanung ist es, die Wärmeversorgung in Fürstenzell langfristig treibhausgasneutral zu gestalten. Durch die systematische Analyse des aktuellen Wärmebedarfs, die Identifikation von Potenzialen zur Nutzung erneuerbarer Wärmequellen und heben von Effizienzen sowie die Ausarbeitung einer Umsetzungsstrategie wird eine umfassende Planung geschaffen, um die Treibhausgasneutralität bis zum Jahr 2045 zu erreichen.
Die Motivation hinter der kommunalen Wärmeplanung basiert auf dem dringenden Handlungsbedarf im Klimaschutz. Der Wärmesektor ist einer der größten Verursacher von Treibhausgasemissionen in Deutschland und die Umstellung auf erneuerbare Energien spielt eine wesentliche Rolle bei der Erreichung der nationalen Klimaziele. Fürstenzell betrachtet die Wärmewende als eine zentrale Aufgabe, um den ökologischen Fußabdruck zu reduzieren, gleichzeitig die lokale Wirtschaft zu stärken und eine nachhaltige Energieversorgung für künftige Generationen sicherzustellen.
Kommunaler Wärmeplan:
Abschlussbericht Kommunale Wärmeplanung Marktgemeinde Fürstenzell
06.01.2026 - Pressemeldung zum Thema Kommunaler Wärmeplan
Pressemeldung ansehen - Artikel aus der PNP vom 23.12.2025
18.02.2025 - Pressemeldung zum Thema Kommunaler Wärmeplan
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Kommunaler Wärmeplan im Markt Fürstenzell
Kommunale Wärmeplanung Präsentation
2. Akteurstreffen vom 14.10.2025
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1. Akteurstreffen vom 14.05.2025
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Abgeschlossene Kommunale Wärmeplanung für die Marktgemeinde Fürstenzell
Die Marktgemeinde Fürstenzell hat die Kommunale Wärmeplanung (KWP) erfolgreich abgeschlossen. Der Entwurf des kommunalen Wärmeplans wurde in der Sitzung des Marktgemeinderats am 4. Dezember 2025 beschlossen und im Rahmen einer öffentlichen Bürgerinformationsveranstaltung am 10. Dezember 2025 in der Aula der Grund- und Mittelschule vorgestellt.
Bürgermeister Manfred Hammer betonte dabei, dass Fürstenzell frühzeitig mit der Wärmeplanung begonnen habe. Dies verschaffe der Gemeinde einen wichtigen zeitlichen Vorsprung, obwohl gesetzlich erst bis 30. Juni 2028 Zeit für die Fertigstellung besteht. Zugleich stellte er klar, dass es sich bei der Wärmeplanung zunächst um eine strategische Bestandsaufnahme und Orientierung handelt und noch keine konkreten Bauentscheidungen getroffen wurden.
Frau Albrecht (Bayernwerk Netz GmbH) stellte die Ergebnisse des Projekts vor. Herr Zöls, Energieberater, stellte die wichtigsten Themen für die Eigenheim- und Gebäudebesitzer vor und ging umfassend auf Fragen und Anregungen der Bürgerinnen und Bürger ein.
Die Präsentationen stellen wir Ihnen zur Verfügung:
Präsentation Bürgerinformation 10.12.2025
Präsentation Gebäude-Engergiegesetz
Artikel Mitteilungsblatt - Kommunale Wärmeplanung Fürstenzell
Kommunale Wärmeplanung für den Markt Fürstenzell
Laufzeit des Vorhabens: 01.10.2024 bis 31.12.2025
Beteiligte Partner: Markt Fürstenzell, Bayernwerk Netz GmbH (Regensburg), Institut für nachhaltige Energieversorgung (Rosenheim)
Förderkennzeichen: 67K28193
Die kommunale Wärmeplanung ist eine Antwort auf die Herausforderungen des Klimawandels und der Energiewende. Die Wärmeversorgung vor Ort soll nachhaltig und effizient gestaltet werden, um klimaschädliche CO₂-Emissionen zu reduzieren.
Die Bundesgesetzgebung gibt folgende vier Schritte für die KWP vor.
Im Rahmen der Eignungsprüfung werden Teilgebiete identifiziert, die sich mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht für eine Versorgung durch ein Wärmenetz oder ein Wasserstoffnetz eignet, aufgrund der vorliegenden Wärmedichte.
Bei der Bestandsanalyse werden der aktuelle Wärmebedarf, der Verbrauch und die damit einhergehenden Treibhausgasemissionen erhoben. Diese Daten werden unter Berücksichtigung von Gebäudetypen, Baualtersklassen sowie Versorgungsstrukturen aus Gas- und Wärmenetzen, Heizzentralen und Speichern erfasst. Außerdem werden Beheizungsstrukturen von Gebäuden ermittelt.
Die Potenzialanalyse zeigt Möglichkeiten zur Energieeinsparung für Raumwärme, Warmwasser und Prozesswärme in verschiedenen Sektoren wie Haushalte, Gewerbe, Handel, Dienstleistungen, Industrie und öffentlichen Einrichtungen auf. Zudem werden lokale Potenziale erneuerbarer Energien und Abwärmepotenziale ermittelt.
Die Aufstellung eines Zielszenarios soll aufzeigen, wie der zukünftige Wärmebedarf durch erneuerbare Energien gedeckt werden kann, um eine klimaneutrale Wärmeversorgung zu erreichen. Hierbei wird eine räumlich detaillierte Beschreibung der benötigten Versorgungsstruktur im Jahr 2040 erstellt, inklusive eines Zwischenziels für 2030. Dies erfolgt durch die Identifikation geeigneter Bereiche für zentrale oder dezentrale Wärmeversorgung.
Die Wärmewendestrategie formuliert einen Fahrplan zur Umsetzung des kommunalen Wärmeplans. Dabei werden konkrete Maßnahmen, Prioritäten und ein Zeitplan für die kommenden Jahre ausgearbeitet. Es werden konkrete Ziele zur erforderlichen Energieeinsparung und zum Aufbau der künftigen Energieversorgungsstruktur gesetzt.
Aktualisierung des Wärmeplans alle 5 Jahre
Die Bundesförderung für effiziente Gebäude – kurz BEG – fasst frühere Förderprogramme zur Förderung von Energieeffizienz und erneuerbaren Energien im Gebäudebereich zusammen und unterstützt unter anderem den Einsatz neuer Heizungsanlagen, die Optimierung bestehender Heizungsanlagen, Maßnahmen an der Gebäudehülle und den Einsatz optimierter Anlagentechnik. Nähere Informationen finden Sie unter:
https://www.bafa.de/DE/Energie/Effiziente_Gebaeude/Foerderprogramm_im_Ueberblick/foerderprogramm_im_ueberblick_node.html
Das Projekt wird gefördert aus den Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz:
Die nationale Klimaschutzinitiative
Mit der nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert die Bundesregierung seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zu Senkung der Treibhaugasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Förderprogrammen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.